und täglich grüßt das murmeltier

kein besonders neues schauspiel, aber immer wieder erwähnenwert. Die bahn und ich. nachdem die gdl die irrsinnigen anfälle von säbelrasseln doch nur anfälle sein lassen, sie also vorerst nicht in die tat umzusetzen, sitze ich nun in dem 3. zug, in dem ich sitzen muss, um nach hause zu kommen. und brauche dafür insgesamt geschlagene 2 stunden länger, als wenn ich diese grauenhafte strecke mit dem auto zurück lege. unter normalen umständen wäre ich morgen früh losgefahren, wäre einmal umgestiegen und alles in allem auch eine stunde weniger unterwegs gewesen. aber nein, die ganze welt wird irre gemacht mit der androhung eines flächendeckenden streiks, der dann mal ganz easy 12 stunden vor start abgesagt wird. über alles andere, was sonst noch hätte klappen können heute abend oder morgen früh, sag ich jetzt mal nichts, darüber habe ich mich gerade schon genug geärgert. ist ja nicht so, als ob deswegen alles planmäßig laufen würde morgen, nein – den notfallplan jetzt wieder außer kraft zu setzen, wird auch ein staatsakt, der für leichte irritationen in den ohnehin schon nicht gegebenen regelmäßigkeiten der deutschen bahn sorgt.

nun ja, ich könnte natürlich auch aufhören, mich aufzuregen und mir ein auto mieten – was angesichts der drohenden arbeitsniederlegungen auch unmöglich geworden ist: sixt in meinem städtchen hat seit letzter woche dienstag sämtliche buchungen abgelehnt. gut, ich könnte mein auto einfach mal zur werkstatt bringen und mit einem neuen zahnriemen ausstatten lassen, dann könnte ich auch mit ruhigem gewissen mal mehr als 10 km am tag zur arbeit und zurück fahren, aber das kostet mich mal eben mehrere hundert euro, ist auch blöd. natürlich nicht so blöd wie dann jedes wochenende knapp 100 euro für zugtickets auf den kopf zu hauen, rechnet sich ja irgendwie dann auch nicht mehr so ganz, aber wenn man nicht selber fährt, ist es auch nicht so stressig. schöne milchmädchenrechnung. ;-)

eine stunde später, ich bin mittlerweile endlich zu hause aufgeschlagen. nachdem ich angst hatte, kein taxi zu kriegen, so mitten in der nacht in etwas, was von großstadt ziemlich weit entfernt ist, ging aber. ich konnte natürlich nichts posten, weil speziell der ice, in dem ich gesessen habe, meine kreditkarte nicht wollte – zumindest nicht um mich mit wlan zu beglücken, das gibt’s ja nur auf zwei strecken.

ich habe also in einer woche streikstress im öffentlichen nahverkehr, am flughafen und nun auch im bahn-fernverkehr gehabt. gerade habe ich meinen fernseher eingeschaltet und was kriege ich angezeigt? streik beim restlichen öffentlichen dienst. und ich hab diese woche noch termine außerhalb meines nests. zumindest geplant, aber ich glaub ich streike jetzt auch.

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