wenn der job zur party wird

parties sind was feines. büroparties sind was ganz besonders. einen anlass findet man in der regel immer und so wurde auch jetzt wieder einer gefunden: „hello und goodbye“. ein paar kommen, ein paar gehen und wollen sich mit aller gewalt in unsere erinnerungen einbauen, damit wir sie bloß nicht vergessen – was so oder so nicht passiert wäre. es war wie erwartet sehr nett, die musik war entsetzlich, aber die location war toll und könnte vielleicht schon bald wieder in unsere abendlichen aktivitäten eingebaut werden. in dem laden, in dem später offiziell eine normale afterwork-party statt fand, waren anfangs gefühlt nur menschen von uns, später hat es sich vermischt und wie erwartet war der harte kern, der sonst auch immer abschließt, so lange da, bis das licht anging. was unter der woche und bei einer afterwork-party schon um 0:00 uhr passiert, ganz so dramatisch ist es also nicht gewesen.

umso dramatischer war die tatsache, schon um 18:30 in einem club aufzuschlagen und unaufgefordert mit kostenlosem alkohol versorgt zu werden. anfänglich abgeschreckt durch das tageslicht, das einem wahlweise ganz klar gezeigt hat, dass es noch viel zu früh dafür ist oder bei fortschreitender zeit einen zeitsprung in richtung nächster morgen nach einer samstag-abends-party vorgetäuscht hat, hat sich dann eben dieser harter kern irgendwann nicht mehr von guten manieren aufhalten lassen und einfach alles raus- bzw. reingelassen, was die theke so hergegeben hat.

das problem daran ist, dass alkohol die zunge in einem unerträglichen maße lockert und man bei derartigen, abteilungsübergreifenden meet-and-greets nicht nur mit denen zusammen ist, die sich dann trotzdem noch zusammenreißen oder die einem alles durchgehen lassen. nein, man hockt oder steht irgendwann auch mit menschen zusammen, die einem plötzlich unaufgefordert und unverblümt seitenhiebe mitgeben, die nicht nur sprachlos, sondern auch amüsiert machen – kommt immer so ein bisschen drauf an, in welcher position man diesen menschen gegenüber steht. was in meinem fall nicht zwangsläufig heißen soll, dass ich über ihnen stehe, das nur am rande. aber gegenüber kann ja auch so oder so gemeint sein. oder man freundet sich plötzlich mit menschen an, die man bis dato eigentlich nicht leiden konnte. oder beobachtet kolleginnen, die sich ob des erscheinens des neuen, besonders gut aussehenden aber unglaublich jungen kollegen und unter einfluss von alkohol plötzlich zu menschgewordenen angewandte-flirt-tipps- und tanz-maschinerien verwandeln. weiter in die tiefe würde ich gerne gehen, kann ich aber nicht – noch weiß nicht jeder, wer hier schreibt und das ist auch gut so. würde ich es tun, wüsste es jeder und das wäre nicht so gut.

alles in allem war die party auf jeden fall gut und wurde noch woanders fortgesetzt, dann nach hause, dort noch besonders sinngeschwängerte gespräche geführt und heute morgen sind wir halbwegs fit wieder im büro aufgeschlagen. meine stimme klingt zu meinem entsetzen zwar als hätte ich alleine den gesamten alkohol vernichtet, der da gestern über die theke ging, aber irgendwie klingt es fast sexy. ;-) ich teste das jetzt mal direkt und telefonier ein bisschen rum – mit denen, die mir gestern sachen gesagt haben, die ihnen heute sicherlich sehr peinlich sind. beruflicher natur, selbstverständlich. wäre MIR aber trotzdem peinlich.

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One Comment on “wenn der job zur party wird”

  1. vizeschwester sagt:

    hey du tröte!!
    du wolltest mich nach der party/job doch noch anrufen!!! ich habe gewartet und gewartet…tztztz

    aber wie ich sehe hattest du einen schönen abend….

    na denn..gruß aus dallas…
    knutscha


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