Stromschläge oder was?

„Na Vizekönigin, was hälst du denn von diesem Jumpstyle-Kram?“

„Hä? WOVON?“

„Dieses total sinnfreie Jumpstyle-Dings, so ähnlich wie das Rumgehoppse zu Gabber-Musik vor X Jahren, das auch schon so bescheuert aussah..“

„JumpWAS? Ich versteh dich nicht!?“

„JUMPSTYLE“

„Achso, und das tanzt man oder wie?“

Es gibt Situationen, da wird einem schmerzhaft klar gemacht, dass man alt wird. So wie gerade. Nicht, dass mein Arbeitskollege deutlich jünger wäre als ich, oder das, was er meinte, besonders toll findet, im Gegenteil. Besonders dramatisch wird es aber, wenn man dann sich das Theater dann anschaut und NULL Verständnis hat und gar nicht weiß, wo man es als erstes nicht einsetzen soll: Musik, Tanz, Schuhe.. Ist aber ja gottseidank alles Geschmacksache..

Aber vielleicht ist das ja auch in irgendeiner Form gut für die Elastizität von Bändern, Sehnen und Sprunggelenken.. Und immerhin ist Scooter jetzt auf Platz 1 der englischen Charts – Madonna ist nur auf Platz 2. Gut, hier in Deutschland ist sie von Mark Medlock in ihre Schranken verwiesen worden, da fragt man sich, was das geringere Übel… Lassen wir das.

Erinnert mich irgendwie an „Lords of the Dance“.. Oder Fußballer-Training ohne Fußball. Danke, .dean, der Lacher hat mich wieder wachgemacht!

Und das hier sieht laut E. (anderer Arbeitskollege) „aus wie Fred Astaire“ – mit unglaublich hässlichen Schuhen und in modern, versteht sich.

Eigentlich müsste das ja auch irgendwie unter flüssige Bewegungen einsortiert werden, aber das wäre das Höchstmaß an Beleidigung für David Elsewhere…

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12 Kommentare on “Stromschläge oder was?”

  1. Curi0us sagt:

    Ein guter Freund von mir hat sowas damals „abspasten“ genannt. Irgendwie passt das immer noch. Naja, aber ich hab‘ vor gefühlten 200 Jahren auch mal „richtig“ Tanzen gelernt. So Standard und Latein so. Ich bin unmodern. Vielleicht kann man ja mal zu Walzer Jumpstylen?

  2. Blabbermouth sagt:

    Najaaaa, das gab es aber schon, als ich jung war – ich kannte solche Leute. Heute kenne ich sie nicht mehr… *SchweißvonderStirnwisch*

  3. vizekoenigin sagt:

    @curi0us Abspasten passt hervorragend dazu. Ich glaube man muss auch ne Menge Drogen dafür nehmen – vielleicht nicht unbedingt zum tanzen, dafür tut´s auch ein laufender Fön mit Loch im Kabel in der Hand, aber die Musik ist nüchtern doch eher schwer zu ertragen.. Mach doch mach nen Quickstep-Jumpstyle, sieht bestimmt richtig.. äh.. dings aus!

    @ Blabbermouth Ich hab so ÄHNLICHE Leute wohl auch mal gesehen und gegrüßt, aber das ist ungefähr 13 Jahre her und ich dachte eigentlich schon vor 11 Jahren, dass es sie gar nicht mehr gibt!? Und ich glaub das hieß damals weder Jumpstyle noch Shuffle, geschweige denn, dass diese Oberbegriffe auch noch in Subkategorien wie „Melbourne Shuffle“ etc. sortiert würden..

  4. habs heute hier schon kommentiert:
    http://medienelite.de/2008/05/20/dann-doch-lieber-macarena
    ja, es ist schrecklich, aber mit alkohol im blut erwisch ich mich dann doch manchmal beim scooter und son-schrott hören…
    :P

  5. vizekoenigin sagt:

    Hm, scheint heute wohl Thema gewesen zu sein, lustig.. Ich kann son Schrott noch nicht mal mit Blut, das fast ausschließlich aus Alkohl besteht, hören, aber ich bin auch nicht das Maß aller Dinge. ;-)

  6. westernworld sagt:

    also ich finde das ganz ok, erinnert mich ein bißchen an manche moves im frühen breakdance. clowning oder krumping sind da auch nicht besser.

    das ganze ist ja auch nicht wirklich für Ü30 paties gedacht.

  7. fraulehmann sagt:

    Wären die Beine etwas korpulenter, dann würde ich sagen in Video Nummer 2 tanzt die Gabba-Göre die über Herrn Vogelmann wohnt. Aber nein…die Bewegungen sind einfach nicht für ihren Körper gemacht. Die Musik leider schon…

  8. nevertrust sagt:

    Oh mein Gooooooooott – sie trägt Buffalos!! Allein das ist doch schon ein Verbrechen.. Mal abgesehen von diesem Gehopse und den nicht gerade sehnenschonenden, undefinierbar furchtbaren Bewegungen!! WARUM macht man das??

  9. Ich glaube da halte ich jetzt „als Fachmann“ mal besser meinen Mund zu diesem Thema… ;-)

  10. Melanie sagt:

    Ich bin von einigen „Szeneköpfen“ via MySpace unsanft auf dieses Jumpstyle-Ding aufmerksam gemacht worden. Hmm, erinnert tatsächlich an das Abraven, dass man selbst vor zig Jahren praktiziert hat, zeigt mir aber auch, dass ich erwachsen bin. Tanzen, gerne und wann immer es geht, aber ohne einstudierte „Szeneschritte“ ;)
    Viele Grüße*

  11. vizekoenigin sagt:

    Da ich mich ja zwangsläufig wegen des Posts kurzzeitig damit auseinander gesetzt habe, konnte ich am Wochenende auf einer musikalisch relativ brutalen Technoparty mit Fachwissen glänzen, dort waren auch Menschen, die Malaysia Shuffle, Jumpstyle und Melbourne Shuffle gedingst haben. Leider war ich nicht auf die Party vorbereitet, sonst hätte ich eine Videokamera mitgebracht.. Aber ich konnte lustige Sachen fotografieren – das Problem ist nur, dass ich mich nicht traue, sowas zu posten und damit gleichzeitig offenzulegen, wo ich mich am wochenende rumgetrieben habe – im dümmsten Fall hab ich danach keine Freunde mehr.. :-D

    @westernworld: Wobei das auf einer ü30-Party sicherlich lustig aussehen würde – also wenn die Musik die klassische ü30-Musik wäre. ;-)

    @fraulehmann: Und da konntest du schlafen? Und der arme Herr Vogelmann, kein Wunder, dass er da krank wird..

    @nevertrust: Die Bewegungen in Clip 1 scheinen nicht so schlimm zu sein, hab ich am Wochenende beobachtet. Das mit den Buffalos erklärt sich mir aber trotzdem nicht.

    @markus: Fachmann? Youtube-Account? Eigene Clips? Erklärs uns, wie du siehst verstehen wir es ja nicht. :-)

    @mel: Genau so siehts aus! Kann sich eh keiner merken, wenn man betrunken ist.. ;-)

  12. tinoschwarze sagt:

    Schon ewig nicht mehr in Clubs gewesen seinend meine ich: Sieht doch okay aus. Soll doch jeder tanzen, wie er mag.

    Kann man freilich auch nen „Style“ draus machen, wenn man mag. Kann man aber auch lassen. Hauptsache, es macht Spaß. :-)

    Tino.


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