Guest Starring: Aus dem Leben eines Sklaven

Er hat es getan! Teil zwei meines lieben Freundes T., ungeschönt und direkt nach einem täglich kleindosierten Nervenzusammenbruch in seiner Agentur:

ich merke, dass ich in gewisser emotionaler verfassung sein muss, um derartiges erneut formulieren zu können – nicht, dass ich nicht täglich genügend stoff geliefert bekäme.. aber wenn ich das auch noch jeden tag niederschreiben würde, käme ich aus der schriftstellerei gar nicht mehr raus. also entscheide ich wieder mal für die variante des ausblendens und der inneren immigration. da kann es dann schon mal passieren, dass sich des abends gelegentlicher ein debiler schleier über mein gesicht legt. selbst kathrin hat mittlerweile gelernt, damit umzugehen.. denke, ein paar monate werde ich es noch aushalten können. wenngleich erstaunlicherweise sich in der kürze der festanstellungszeit schon einige headhunter gemeldet haben. woher die meine direkte durchwahl im office haben, erstaunt mich immer wieder… vermutlich sind die leute an der tele-zentrale einfach nur ebenso dämlich, wie das gesamte accountmanagement. leider merke ich dennoch immer wieder, das ich in dieser beziehung ne kleine, billige nutte bin ;) jedes angebot wird (noch) von mir schweren herzens abgelehnt.. zumal schon ein, zwei hamburger agenturen dabei waren. das fällt dann doppelt schwer. die kohle lockt und die hoffnung auf eine bessere welt ebenso… womit ich wieder beim thema beziehung bin, bzw. bin ich das ja schon die ganze zeit, nur anders.

eine analogie:
immer und immer wieder hofft man auf das große los – obwohl man doch genau weiß, dass der zu erwartende scheiss nur etwas anders riecht .. sonst nix. aber man hofft trotzdem fleißig weiter. schön doof. .. wobei, es wäre zumindest in hamburg ;) .. ach ich hör jetzt lieber auf, sonst werd ich völlig bekloppt.

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4 Kommentare on “Guest Starring: Aus dem Leben eines Sklaven”

  1. Ach, eigentlich jammern wir doch alle viel zu sehr, oder ?! :)) Es gibt viiiieeel beschissenere Jobs, z.B.: mmmhhh…ja…ähm….wart ma…ja!: die Plastik-enden um das Ende der Schnürsenkel kleben, oder Einkaufswagen bei IKEA einsammeln, nachdem jeder Kunde mit einem „ach, kein Bock…“ seinen Wagen vor das Nachbar-auto geschoben hat, oder zerplatzte Landliebe-Kakao-Flaschen vorm Kühlregal aufwischen und sich an den Scherben schneiden, oder Photovoltaik-anlagen putzen, oder Baustellenschilder-Aufsteller…oder Dellendoktor.

  2. Bart sagt:

    Der große Unterschied, bzw. Vorteil dieser Jobs ist nicht zu leugen: Man erledigt dort seine Arbeit ALLEINE und ist nicht auf mitdenkendes Handeln seiner Arbeitskollegen angewiesen! ;)

  3. Meint ihr, die IKEA-Schieber werden nach Anzahl der Wagen bezahlt? Dann müsste man ja kein schlechtes Gewissen mehr haben!

  4. Bart sagt:

    Bin ich fest überzeugt! bestimmt sitzt, mit mechanischem zählwerk ausgerüstet, irgend so`n altnazi auf einem der flachdächer und kontrolliert die armen schweine. am abend dürfen sich dann die IKEA-Schieber aussuchen, wie sie bezahlt werden möchten: ein paar cent bar auf die kralle oder doch lieber ne tüte kötbular oder hot dogs ..


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