Abschied

Unser Büro wurde in den letzten Monaten von einer Studentin bereichert, die heute leider wieder gehen musste. Und statt sich einfach nur so von uns ein Abschiedsgeschenk mit auf den Weg geben zu lassen, holte sie – nachdem sie ihren Last.fm-Pro-Account von uns sozusagen „auspacken“ durfte – eine riesengroße Tasche und zauberte ein Abschiedsgeschenk nach dem anderen hervor, für jede(n) von uns eins. Und immer mit Köpfchen:

Der eine schafft es neuerdings, mit einer der ersten morgens im Büro zu sein (seit er mit einer anderen eine Fahrgemeinschaft gegründet hat), mittlerweile schafft er es auch, ohne in Trance vor die Glastür zu laufen; trotzdem gab es zwei Flaschen belebenden Biodrink.

Der nächste ernährt sich fast ausschließlich von Kaffee und Zigaretten, beides verschenkt man nicht, also Kinderkaugummizigaretten (mit Qualm-Effekt – was für irre Menschen denken sich denn sowas aus, gehts noch?!?) und Kaffeeschokolade.

Eine Kollegin, die Meisterin im Notizenmachen ist, hat einen unglaublich grell-bunten Post it-Block und Süßkram bekommen.

Die Kollegin, die immer mit dem anderen Kollegen so früh im Büro ist, bekommt noch schneller schlechte Laune als ich, wenn sie nicht auf die Sekunde genau Futter bekommt – für sie gab es eine Wochenration Zwischenmahlzeit in Form von Mini-Hanutas („Oh, das hält bis übermorgen“ – sie ist übrigens 1,70 Meter groß und wiegt maximal 49 Kilo, würde ich tippen)

Ein anderer Kollege steht total auf zartbittere Schokolade und wird auch nicht müde, darüber zu referieren – was hat er wohl bekommen?

Der letzte Kollege, der heute leider nicht da war, hat sein Geschenk schon vorher bekommen und ich habe nicht so richtig mitgekriegt, was genau es war, kommt aber nach. War sicherlich auch sehr passend – nein, es war sehr passend meine ich (ich weiß nur noch, dass alle gelacht haben), aber bevor ich jetzt was falsches wiedergebe, sag ich lieber gar nichts.

Zu mir sagte sie: „Also Vizekönigin, da ich mir ständig Sorgen um deinen Kopf mache, weil du während so vieler Telefonate immer mit der Stirn auf die Tischplatte haust und weil du dauernd Eskalationsprobleme hast, habe ich dir De-Eskalationsbälle mitgebracht. Die kannst du bei diesen Gesprächen dann bearbeiten, das ist vielleicht gesünder…“

Und das sind sie:

Dazu gab es noch eine Tüte Lakritzschnecken – unser Frustfutter-Musthave, was nie da war, weil alle anderen, die es brauchen, lieber Weingummi essen und uns zwei irgendwie auch ein bisschen angesehen haben, als seien wir Aussätzige, als wir unsere Vorliebe für Süßholzzeug bei der Planung der Anschaffung der nächsten Drogenration angebracht haben.

Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, hat die Dame ihren Ausstand nicht mit profanem Sekt, sondern mit einer Flasche Veuve Cliquot gefeiert.

Schade, dass sie schon wieder weg muss. Aber wir sehen uns ganz sicher wieder – dann auf jeden Fall mit mehr Lakritz! Danke, „die, die neben mir sitzt“, das war eine echt nette Zeit mit dir! :-)

(und danke für die Erlösberichte, ich glaub wir wären jetzt noch total ratlos mit unserer Zettelwirtschaft.. ;-))

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One Comment on “Abschied”

  1. die neben dir saß sagt:

    Mensch, was soll ich dazu sagen…
    Deine Seite ist mittlerweile zu meiner Pflichtlektüre geworden, da hab ich gehofft, du hättest vielleicht noch vor dem Urlaub was geschrieben *lechz*, aber dann auch noch was über mich zu finden…
    Da musste ich mich schon zusammen reißen um nicht sentimental zu werden bzw. ich versuchs gerade immer noch..(und ich neige wirklich nicht dazu)

    Ich fands eine wirklich schöne Zeit und es wird bestimmt schwer für die kommenden Abteilungen sein, euch zu überbieten…

    Das wird hier jetzt alles zu theatralisch!

    Ciao!

    Ach, der „andere Kollege“ hat ein Büchchen bekommen, damit endlich mal alle glorreichen Sprüche (u.a. „Ich eskaliere gleich!“)nicht in Vergessenheit geraten…


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