Am Ende auch nur eine Frau

Ich kann nicht glauben, was ich gerade getan habe. Nachdem ich in einem Magazin eines Verlages, in dem ich NICHT arbeite (welches ich aber trotzdem abonniert habe, Asche auf mein Haupt) eine Bluse gesehen habe, ohne die ich meiner Meinung nach nicht mehr leben kann, habe ich zuallererst einmal angefangen, das Internet nach einem Onlineshop zu durchforsten, der diese Designerin auch führt. Da gab es eher überhaupt nichts und da ich Klamotten dieser Firma noch nie in meinem Leben getragen habe, konnte ich mit meinem Shopgedächtnis auch nichts anfangen. Und ich kann nicht in „meiner“ Redaktion anrufen und fragen, ob mir jemand helfen kann, das Teil aus dem Konkurrenzblatt zu bekommen.

Also habe ich tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben in die Herstellerangaben geschaut und die Firma angerufen. Mit der Marketingfrau gequatscht, von ihr die Nummer vom Vertrieb in einer ganz anderen Stadt bekommen, mit einer Frau dort telefoniert, die während des Gesprächs noch ins Lager gerannt ist und geguckt hat, ob sie die Bluse noch dort haben und.. Tadaaaaa!

Das gute Stück wird nun in einen Shop in meiner Nähe geliefert, auf meinen Namen hinterlegt und wartet dann ganz alleine auf mich und ich muss mich nicht mit anderen Frauen prügeln, wer es nun als erstes gesehen oder in der Hand gehalten hat. Die Tatsache, dass diese Bluse nämlich im Zentrallager nur noch EINMAL in meiner Größe und noch jeweils einmal in zwei anderen Größen vorrätig war und dass jede Ansprechpartnerin ziemlich schnell wusste, über welches Teil ich gesprochen habe, ist ziemlich eindeutig. Könnte zwar auch heißen, dass mir auf jedem zweiten Meter eine Frau mit der gleichen Bluse entgegen kommt, ist mir aber auch egal – so auffällig ist sie dann auch wieder nicht.

Und mein Jagdbedürfnis ist endlich mal wieder auf eine sehr, sehr erfolgreiche Art befriedigt worden.

Liebster, es tut mir leid – ging nicht anders, die musste sein. ;-)

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5 Kommentare on “Am Ende auch nur eine Frau”

  1. Blabbermouth sagt:

    Ich fasse es nicht. Mein Hirn arbeitet, aber mir fallen keine adäquaten Schrei- oder Kreischanfälle ein.

    Mund offen, Augen aufgerissen – FRAUEN!!!

  2. frauen. ja.

    schaffen es auch, einen 8 tage malle-urlaub 3.800 € kosten zu lassen…

    frauen eben.

    man kann sie nicht töten, aber man kann sie mit jumasaft einschläfern.

  3. bemme51 sagt:

    auha.

    na viel spass. klingt ja nach n bisschen diskussionsstoff.

    hihi

  4. Blabbermouth sagt:

    @electrogefahr… naja, DAS wäre allerdings auch ne harte Nummer – mir würd ja schon reichen, wenn ich dieses durchaus verworrende Gedankenkonstrukt zum Thema „Einkaufen“ entdröseln könnte und damit rausfinden würde, WAS urplötzlich einen solchen Jagdinstinkt im Doppel-X-Chromosomenträger auslöst…. :-)


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