Die Frau und ihr Computer

Gerade hat mir Pixeltod einen Link rübergeschickt – nicht, ohne meine Kollegin und mich denn vorher auch nach unserem Verhältnis zu unseren Computern zu befragen.

Da steht:

Nach einer Online-Umfrage unter 2600 in Büros arbeitenden amerikanischen Frauen von Harris Interactive verbringen diese durchschnittlich 9,3 Stunden mit ihrem Computer, aber nur 3,6 Stunden mit ihrem Partner.

Na sowas. Eine Online-Umfrage in Büros, die hervorbringt, dass die in diesen Büros arbeitenden Frauen 9,3 Stunden mit ihrem Rechner verbringen, aber nur 3,6 Stunden mit ihrem Partner. Ja, ich weiß, ich hab es wiederholt.

Hallo?? Ich für meinen Teil verbringe auch mehr Stunden mit meinem Rechner als mit meinem Liebsten, was aber daran liegt, dass ich generell mehr Zeit in der Fabrik verbringe, als (wach) zu Hause. Und da komme ich ohne meinen Rechner relativ schlecht vorwärts. Zu Hause sitze ich dann auch noch mal kurz davor, wenn ich tagsüber nicht zum bloggen gekommen bin und noch irgendetwas ganz dringend einer größeren Masse zugänglich machen muss. Generell komme ich aber abends nach Hause, bin noch ein paar Stunden mit ihm zusammen und gehe dann schlafen.

Besonders gut finde ich auch:

Fast zwei Drittel verbringen mit dem Computer mehr Zeit als mit Shopping oder Ausgehen, 40 Prozent mehr als mit ihrer Familie.

(Und ja, ich weiß, dass Heise sich auch nur auf den Artikel vom telegraph bezieht, aber da steht ja das Gleiche in englisch)

Natürlich verbringen wir mehr Zeit mit dem Computer als mit Shopping oder Ausgehen! Wenn wir das nicht tun würden, dann könnten wir nämlich weder shoppen, noch ausgehen – weil wir kein Geld hätten. Und dass für Frauen die Lieblings-Auktionsendezeit schon lange nicht mehr nicht das Sportschauzeitfenster am Sonntag Abend ist, sondern irgendwann unter der Woche vormittags (damit der Gatte nichts mitbekommt), kommt ja auch nicht von ungefähr. Pakete lässt man sich ja generell ins Büro und nicht nach Hause liefern und das Lager, wo die Pakete her kommen, hat man nicht angerufen, sondern man hat online bestellt. Frau muss also gar nicht mehr so richtig shoppen gehen, aber DAS sagt ja wieder niemand. ;-)

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6 Kommentare on “Die Frau und ihr Computer”

  1. Pixeltod sagt:

    Der dehnbare Begriff in der Hauptaussage ist ja das Verb „verbringen“. Was genau heißt das? Liegt der Rechner einfach nur neben den Frauen rum? Oder wird der Rechner benutzt? Und umgekehrt wie ist das bei den Männern? Das Gleiche müsste jetzt auch bei den Männern geprüft werden. ;-)

    Aber in der vorhandenen Form ist dieser Heise-Artikel qualitativ ungefähr so einzustufen, wie das Untersuchungsergebnis eines großen Instituts, das für mehrere Millionen Euro untersuchen sollte, wieso Aldi und Lidl so gut besucht sind von Kunden. Das Ergebnis war: Es liegt am Preis. Überraschend, oder? ;-)

  2. Ich habe gehört, dass die Menschen, die bei Regen einen Spaziergang machen, eher nass werden als die, die vor einem Computer im Büro sitzen. Woran liegt das jetzt wieder?

  3. Blabbermouth sagt:

    Pakete lässt man sich ja generell ins Büro und nicht nach Hause liefern

    Ähm… kann ich bitte mal mit Deinen Kollegen reden? Oder mit Deiner Chefin? Ich müsste da mal was besprechen…

  4. Pixeltod sagt:

    @electrogefahr:
    Die Aussage unterstellt stillschweigend, dass das Büro überdacht ist. Für eine verlässliche Analyse müsste geprüft werden, wie viele Menschen in überdachten Büros, die sich in Regen gefährdeten Zonen befinden, arbeiten.

  5. eine studie besagt, dass dächer, die sich über büros befinden, weniger nass werden als andere dächer. hypothetisch gesprochen würde das ja dann (weitergedacht) bedeuten, dass die menschen in einem büro auch dann weniger nass werden, wenn es sich um eines von den weltweit bekannten open-air-offices handelt (die im übrigen sommers wie winters äusserst viel sinn machen!) :)))

    „gestern hatten wir wieder zwangsurlaub, 10 cm neuschnee im meetingraum 3“

    „der betriebsrat hat jetzt armani-sonnenbrillen auf firmenkosten genehmigt,…“

    „mein monitor hat eine moos-schicht auf der wetterseite“

    LOL

  6. Pixeltod sagt:

    Im Sommer werden natürlich Sonnen- und Feuchtigkeitscremes auf Firmenkosten gereicht.

    Wegen der Corporate Identity sind im Regenfall Schirme verboten, weil das einfach blöd ausschaut.

    Bleibt die Frage: Kann es mehrstöckige Open-Air-Offices geben?

    *g*


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