Andrea Chénier, der Liebste und ich

Nach einer Woche voller Fernseh-Overkill, Konsum und StressStressStress haben wir heute (ich meine Freitag, aber da ich noch nicht geschlafen habe, ist jetzt noch heute. Also Freitag.) mal was für den Geist getan, sind nach Karlsruhe gefahren und haben uns im Opernhaus des Staatstheaters Umberto Giordanos „Andrea Chénier“ gegeben.

Falls es jemand gar nicht kennt: hier, es wäre jetzt zu lang, die komplette Story zu erklären. Falls jemand Philadelphia gesehen hat, kennt er es auch; die Arie, die Tom Hanks übersetzt und dabei seinen Tropf vor sich herschiebt – eine der tränenreichsten Szenen in diesem Film. Für mich war es sogar DIE Szene, aber ich stehe ja auch auf Operngesang. Egal.

Jedenfalls ist das eine der traurigsten Liebesgeschichten, die es gibt, kein klassisches Happy End. Gut, es kommt drauf an, wie happy man es wertet, wenn der eine Mensch freiwillig mit dem anderen Menschen in den Tod geht – auf die ein oder andere Art ist das sicherlich auch irgendwie happy für die beiden. Für mich war es todtraurig.

Die Inszenierung war wider Erwarten echt gut, ich wusste nicht so ganz, ob mich das wirklich anmachen würde, als ich gehört bzw. gelesen habe, wie das Bühnenbild aussieht. Die Sänger waren ebenfalls ganz groß, vor allem, wenn sie richtig laut wurden. Dito das Orchester. Besonders schlimm für mich wurde es, wenn das Cello eingesetzt wurde, da das Cello für mich das mit Abstand am traurigsten klingende Instrument der Welt ist. Und wenn man sowieso eher in Ufernähe gebaut ist, sitzt man da schon mal in der O-P-E-R und muss sich zusammenreißen, dass man nicht losplärrt. Mannmannmann.. Der Liebste hat allerdings auch sehr paralysiert auf die Bühne gestarrt…

War auf jeden Fall ein sehr schöner Abend und lecker Essen gab es da auch. Hätte ich zwar in dem Umfeld nicht erwartet, aber heiße Kirschen mit Vanilleeis zum Abendessen sind auch okay.

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