Original und Fälschung

Schön, wenn man sich schon so eine Fertigpampe reinhauen will, weil man zu faul ist, es selber zu kochen. Doof aber, wenn man sich ernsthaft einbildet, dass das, was man auf dem Teller liegen hat, auch so aussieht, wie von den Foodstylisten fürs Foto in Szene gesetzt.

Verpackungsfoto („Serviervorschlag“, ist klar):

dsc02463

Brutale Realität:

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Endlich keinen Blähbauch mehr!

Was ist eigentlich mit der Fernsehwerbung los?

Da sitzt eine Frau an einem Tisch, sinniert über die LowFat-Joghurte, die sie in ihrem Dasein schon verzehrt hat und freut sich wie bekloppt darüber, dass der neue Jogolé doch 1000x besser schmeckt. Genauso wie sich die andere Frau über ihr endlich überwundenes Blähbauchproblem auslässt, dessen Eliminierung ja ausschließlich Ergebnis des Superjoghurts mit Superkulturen ist. Und sie alle sitzen da und unterhalten sich mit.. Ja mit wem eigentlich? Sie sitzen da, sprechen an der Kamera vorbei, tun so als ob sie sich mit ihrer Nachbarin unterhalten würden, die neben der Kamera sitzt und gerade mal das Wort „Joghurt“ in den Raum geworfen hat. Wie kommt es zu solchen Unterhaltungen, wenn ich mal fragen darf?

Man könnte meinen, dass es 5 Minuten vorher an der Tür geklingelt hat, irgendein Fernsehteam steht mit mit einer der Hauptprotagonistin bekannten Person vor der Tür und diese Bekannte fragt: „Können wir uns mal kurz über Joghurt unterhalten? Dringend? Ich weiß, du musst eigentlich laufen gehen, aber es ist wichtig, die Welt muss das wissen.“ Im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Leben gegriffen und ich kriege als Zuschauer direkt eine Art Voyeurs-Effekt mit, weil ich ja gar nicht von ihnen angesprochen werde: sie erzählen einfach nur von sich selbst. „Ich jogge gerne und dann kann ich nichts schweres essen“. Ach. „Andere Joghurts sind immer so vom Löffel runtergelaufen“. Ist nicht wahr.

Wenn ich mal kurz was sagen darf: ich unterhalte mich NIEMALS mit meinen Mädels über Joghurt oder Blähungen. Und NIENIENIEMALS würde ich mich mit fremden Menschen darüber unterhalten. Ich sag auch nicht zu irgendwem, dass ich mir die gefüllten Werthers Original am liebsten tütenweise zu einem Kaffee reinstopfe und hau mich dann, meinen Gesprächspartner ignorierend, mit einem Buch auf die Couch und fang an zu essen. Sowas erzählt man als Frau nämlich niemandem und noch weniger lässt frau irgendwen dabei zugucken. Interessanterweise sind es aber ausschließlich Frauen, die in diese komischen Clips eingebaut werden. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, jemals einen Mann „freiwillig“ über irgendein Produkt referieren gehört zu haben.


Teurer Spaß für alle

Wenn einer eine Reise tut, muss er sich einigermaßen gut vorbereiten, vor allem wenn er so eine Panik vor irgendwelchen Krankheiten hat, wie ich es habe. Nun ist es nicht so, als ob Thailand das Extrem-Seuchengebiet ist und wenn man sich in den Orten aufhält, in denen wir es tun und keine Rucksack-Dschungeltour macht, reicht es, sich mit dem Tetanus-Polio-Diphterie-Keuchhusten-Quartett und der Hepatitis A, B und C-Bombe fit zu machen. Wahrscheinlich hätte ich mir das alles auch sparen können, wenn ich meinen Impfpass gefunden hätte, hab ich aber nicht. Und 12 Tage vor Abreise habe ich kapituliert und aufgehört zu suchen, bin zum Arzt und hab mir einfach das gesamte Antikörper-Package in die Oberarme drücken lassen. Was den ausreichenden Gelbfieber-Schutz betrifft, hätte ich besser vor fünf Wochen hingehen sollen, da man vier Wochen nach der ersten Dröhnung eine zweite und 6 Monate später die dritte bekommt. Für die A und B-Variante ist es aber wohl auch schon okay, die Express-Lösung zu nehmen – also gestern eine und nächste Woche noch eine. Und die Wahrscheinlichkeit, sich mit Hep C zu infizieren, ist für mich verschwindend gering..

Soweit so gut. Die zwei Impfstoff-Fläschchen, die mir aus dem hausärztlichen Schrank verabreicht wurden, mussten irgendwie ersetzt werden und die Dosis für nächste Woche sollte nächste Woche auch da sein, also bekommt man ein Rezept in die Hand gedrückt, geht damit zur Apotheke, gibt es ab und fällt fast in Ohnmacht. Diese drei Fläschchen haben mich um 9:30 Uhr morgens mal so RICHTIG wach gemacht, sagenhafte 180 € (!!) gekostet und in einem halben Jahr kommen noch mal knapp 70 dazu! Kurz vor Weihnachten und kurz vorm Urlaub genau das, was man so braucht.

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Männlich, ledig, schmerzfrei sucht:

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Ich würde sagen, der Mann hat sein Anliegen wirklich direkt auf den Punkt gebracht. So sieht sie aus, die bittere Wahrheit. Obacht, Ladies!! ;-)


SWR3 – wofür eigentlich?

Wenn man immer nur 1live hört und jetzt nicht SO sehr auf Chartsmusik steht, ist man irgendwann genervt und weicht auf die Sendungen nach 20 Uhr aus – sofern man dann überhaupt im Auto sitzt. Wenn man aus welchen Gründen auch immer (in meinem Fall ein Umzug aus der Senderegion hinaus) kein 1live mehr empfängt (also zumindest nicht ohne größeren Aufwand und im Auto geht das sowieso nicht), merkt man erstmal, was man daran hatte.

Hier regiert der SWR und was dem WDR sein 1live ist, soll dem SWR sein SWR3 sein. Wie man jemals auf diese Meinung kommen konnte, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Soetwas wie 1live gibt es deutschlandweit nicht noch einmal. Mal abgesehen davon, dass der „beste Musikmix“ auf SWR3 in erster Linie aus gähnend langweiligen und schlechten 80er „Tophits“ und den Plätzen 1-3 der deutschen Singlecharts in einer scheinbar endlosen Rotation besteht, hat der Sender auch sonst so gut wie gar keine Entertainment-Qualitäten. Zur sinnfreien Verheizung einiger weniger guten Songs: selbst wenn man Kate Perrys „I kissed a Girl“ eigentlich gar nicht sooo schlecht fand, ist dieser Zustand des eigenen Geschmacks garantiert nach sechs 15-Minuten Autofahrten vorbei, da man dieses Lied dann auch sechsmal gehört hat. Freut man sich als Fan von Linkin Park darüber, dass endlich mal „Shadow of the Day“ gespielt wird, hängt es einem nach spätestens 4 Tagen so sehr zum Hals raus, das man das Radio abschaltet oder die Lautstärke auf Null runterregelt, statt wie sonst (zumindest bei anderen Songs der Band) laut aufzudrehen. Für Freunde elektronischer Musik wie ich es bin, gibts es überhaupt NICHTS, lediglich die Dance Night sorgt mit Glück alle 30 Minuten für einen kurzweiligen Zustand von Melancholie, weil man den gerade gehörten Track schon ungefähr 15 Jahre lang nicht mehr gehört hat.

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Huch, Handtasche weg! Und nu?

Was man sich nicht alles einfallen lässt, um einer Frau noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen – alles unter dem Deckmantel der Absicherung, versteht sich.

Da schreit mich doch gerade aus einer Zeitschrift die Anzeige der BW-Bank an, von der eine Kreditkarte herausgegeben wird, die den schönen Namen „LautatiaCard“ trägt.
Auf der entsprechenden Website findet man folgenden Satz:

»Lautitia« steht für Eleganz, Luxus und Pracht. Sie haben es sich verdient, etwas mehr verwöhnt zu werden: Willkommen in der Welt der LautitiaCard.

Ja. Die Karte ist auch schwarz, das gibt zumindest schon mal das Gefühl, eine besonders wichtige Kreditkarte in der Hand zu halten.

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Scary Cat

Ich sags ja, Katzen sind komisch. Und auch so ein bisschen unheimlich.