Lord Helmchen frustriert

Sensationell!


Panda-Käse

Ich kann es mir immer und immer und immer und immer wieder ansehen und jedes Mal finde ich es zum Sterben komisch. Eigentlich erschreckend, mit wie wenig man mich bespaßen kann. Meine Kollegen aber auch.


Feuer im Bauch

Bilde ich es mir eigentlich nur ein oder kommt im Moment erstaunlich viel Werbung für erstaunlich viele neue Sodbrennen-Bekämpfungsmittel? Neue Volkskrankheit? Hab ich was verpasst? Kann man sich dagegen nicht impfen lassen? Ich meine, wo wir doch schon mal dabei sind..


Endlich keinen Blähbauch mehr!

Was ist eigentlich mit der Fernsehwerbung los?

Da sitzt eine Frau an einem Tisch, sinniert über die LowFat-Joghurte, die sie in ihrem Dasein schon verzehrt hat und freut sich wie bekloppt darüber, dass der neue Jogolé doch 1000x besser schmeckt. Genauso wie sich die andere Frau über ihr endlich überwundenes Blähbauchproblem auslässt, dessen Eliminierung ja ausschließlich Ergebnis des Superjoghurts mit Superkulturen ist. Und sie alle sitzen da und unterhalten sich mit.. Ja mit wem eigentlich? Sie sitzen da, sprechen an der Kamera vorbei, tun so als ob sie sich mit ihrer Nachbarin unterhalten würden, die neben der Kamera sitzt und gerade mal das Wort „Joghurt“ in den Raum geworfen hat. Wie kommt es zu solchen Unterhaltungen, wenn ich mal fragen darf?

Man könnte meinen, dass es 5 Minuten vorher an der Tür geklingelt hat, irgendein Fernsehteam steht mit mit einer der Hauptprotagonistin bekannten Person vor der Tür und diese Bekannte fragt: „Können wir uns mal kurz über Joghurt unterhalten? Dringend? Ich weiß, du musst eigentlich laufen gehen, aber es ist wichtig, die Welt muss das wissen.“ Im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Leben gegriffen und ich kriege als Zuschauer direkt eine Art Voyeurs-Effekt mit, weil ich ja gar nicht von ihnen angesprochen werde: sie erzählen einfach nur von sich selbst. „Ich jogge gerne und dann kann ich nichts schweres essen“. Ach. „Andere Joghurts sind immer so vom Löffel runtergelaufen“. Ist nicht wahr.

Wenn ich mal kurz was sagen darf: ich unterhalte mich NIEMALS mit meinen Mädels über Joghurt oder Blähungen. Und NIENIENIEMALS würde ich mich mit fremden Menschen darüber unterhalten. Ich sag auch nicht zu irgendwem, dass ich mir die gefüllten Werthers Original am liebsten tütenweise zu einem Kaffee reinstopfe und hau mich dann, meinen Gesprächspartner ignorierend, mit einem Buch auf die Couch und fang an zu essen. Sowas erzählt man als Frau nämlich niemandem und noch weniger lässt frau irgendwen dabei zugucken. Interessanterweise sind es aber ausschließlich Frauen, die in diese komischen Clips eingebaut werden. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, jemals einen Mann „freiwillig“ über irgendein Produkt referieren gehört zu haben.


Weniger müssen müssen.

Wo wäre die Werbung nicht super angebracht, wenn nicht im Zug? Gut, vielleicht auch noch im Flugzeug, in der Kirche, im Kino, im Theater, im Auto, in der Oper, im Museum, im Konferenzraum, ……………..

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Kontextsensitiv

Kontextsensitive Werbung ist was feines. Vor allem wenn oben im Text über einen in Thailand festgenommenen, kranken Typen geschrieben wird, der die Finger nicht von kleinen Jungs lassen konnte und weiter unten dann sowas ausgespuckt wird:

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Jajajaa, ich weiß, dass das im Wesentlichen nichts mit Kinderpornografie zu tun hat, ich finde es auch eigentlich eher ungewollt komisch. Wird nämlich auf fast allen Thailand-Artikeln der Süddeutschen ausgespuckt. Kann die Süddeutsche ja nichts für. Macht Google ganz alleine.


Grammatikalischer Höchstleistung

Naaaa? Das kennen wir doch irgendwie? Trimgel, das geniale Zeugs, dass man sich auf die Hüften schmiert und dann einfach so, ohne was dafür zu tun (außer einschmieren) in 2 Stunden 19 Kilo abnimmt. Oder so ähnlich. Aber das eigentlich viel spannendere an Trimgel sind die Menschen, die sich um die Werbemittel kümmern – egal ob Banner oder Adwords Kampagnen. So wie in meiner googlemailbox.

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